Damaskus - Hauptstadt Syriens

Damaskus ist mit rund 1.500.000 Einwohnern die Hauptstadt Syriens und liegt in der fruchtbaren Ghuta-Oase südöstlich des Gebirges Anti-Libanon, das Syrien vom Libanon trennt. Die Grenze zu Jordanien liegt etwa 90 Kilometer südlich von der Stadt entfernt, im Osten erstreckt sich die Syrische Wüste. Damaskus liegt in der subtopischen Klimazone. Über das ganze Jahr gibt es nur wenig Niederschlag, im Sommer ist es zudem relativ heiß. Damaskus verfügt über einen internationalen Flughafen, der etwa 25 Kilometer südöstlich der Stadt liegt. Der Flughafen wird u.a. auch von verschiedenen europäischen Fluggesellschaften angeflogen.



Umayyaden-Moschee und der Souk al-Hamidiya

Als UNESCO-Weltkulturerbe gehört die Altstadt mit ihren zahlreichen historischen Bauwerken zu den Hauptsehenswürdigkeiten von Damaskus. Im Nordwesten findet man die berühmte Umayyaden-Moschee, die eine der ältesten Moscheen der Welt ist und 705 n. Chr. fertiggestellt wurde. Die Moschee hat drei Minarette, eine große Gebetshalle und drei kleine Hallen. Vor der Moschee befindet sich das Grabmal Saladins.

Umayyaden Moschee in Damaskus
Umayyaden-Moschee | © inka schmidt - Fotolia.com

Weitere Bauwerke sind die zahlreichen türkischen Bäder, die Hamams sowie die Souks, die Märkte bzw. Einkaufsviertel der Stadt. Die meisten Souks befinden sich in der Gegend der Umayyaden-Moschee. Ein berühmtes Einkaufsviertel ist der überdachte Souk al-Hamidiya. Die Händler in den Souks orientieren sich an den Wünschen und Belangen der Touristen und bieten verschiedenste Waren an. Es werden sowohl traditionelle Handwerksarbeiten verkauft wie auch Waren von Kunsthandwerkern und teure Luxusgüter, zu denen z.B. die Arbeiten von Goldschmieden zählen. Für kulturinteressierte Touristen lohnt sich ein Spaziergang durch die engen Gassen der Altstadt. Hier fällt vor allem die Architektur der einzelnen Häuser in den Blickpunkt. Jedes Haus hat eine einsehbaren Innenhof, der zumeist mit einem Springbrunnen geschmückt ist.


Die Zitadelle und der Vorort Midan

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Zitadelle von Damaskus, die jahrhundertelang als Festung und Stadtgefängnis diente. Die ayyubidische Festung ist fast komplett erhalten, auch wenn sie, durch Erdbeben und Brände beschädigt, im Laufe der Zeit einigen Sanierungen und Restaurationen bedurfte. Neben dem Besuch der antiken Bauwerke lohnt sich in Damaskus auch ein Abstecher in das Nationalmuseum, das archäologische Funde aus der Region ausstellt. Auch der Tischrin-Park lädt zu einem Besuch ein. Hier können Spaziergänge unternommen werden und im Sommer werde Konzerte angeboten. Auch der Vorort von Damaskus, Midan, ist sehenswert. Diese Gegend wird auch Pilgerviertel genannt, da hier die Gläubigen zu ihrer jährlichen Pilgerfahrt nach Mekka aufbrachen. In Midan finden Touristen zahlreiche Moscheen und die angebliche Grabstätte der Tochter Mohammeds.

Damaskus bei Nacht
Damaskus bei Nacht | © sipsakci - Fotolia.com

Hotels in Damaskus

In Damaskus gibt es für Touristen Unterkünfte verschiedener Preisklassen. Zu den teuersten und luxuriösesten Hotels zählt das Four Seasons Hotel. Hier stehen sowohl Privat- wie auch Geschäftsreisenden 297 Zimmer und Suiten zur Verfügung. Die gehobene Ausstattung der Zimmer beinhaltet einen Internet-Zugang, eine Bar und ein exklusiv ausgestattetes Bad. Günstiger im Preis liegt das Le Meridien Damascus. Auch das Talisman Hotel in der Altstadt ist etwas für das mittlere Budget. Noch günstiger kann man z.B. im Hotel Al Diwan übernachten. Eine einfache und billige Alternative zu Hotels sind Bed & Breakfast-Unterkünfte sowie Pensionen und Hostels.


Geschichte Damaskus

Damaskus wurde im 15. Jahrhundert v. Chr. erstmalig namentlich erwähnt, archäologischen Funden nach war die Gegend aber bereits seit der Steinzeit besiedelt. Ab etwa 8.000 v. Chr. war Damaskus kontinuierlich besiedelt, im 13. Jahrhundert entstand nach dem Einzug der Aramäer ein aramäischer Stadtstaat. Die bis dahin relativ bedeutungslose Stadt wurde nun unabhängig von Ägypten und gewann vor allem als Handelszentrum an Bedeutung. Um 1.100 v. Chr. war Damaskus schließlich das Machtzentrum des gesamten aramäischen Staates. Historische Quellen belegen, dass Damaskus 733 v. Chr. von den Assyrern eingenommen und zerstört wurde und in den folgenden Jahrhunderten immer wieder von verschiedenen Völkern erobert, bevor es 64 v. Chr. in das römischen Reich eingegliedert wurde. Auch im Mittelalter gab es entscheidende Veränderungen. Damaskus wurde 636 von den Arabern besetzt und konnte 661 zur Hauptstadt des umayyadischen Reiches aufsteigen, was den Höhepunkt seiner Macht bedeutete. Unter Saladin entstanden zeitnah zahlreiche Bauwerke, die auch heute noch erhalten sind. Ab 1516 gehörte Syrien und damit auch Damaskus zum osmanischen Reich. Die Herrschaft dauerte bis zur Niederlage der Osmanen im ersten Weltkrieg. Im Jahr 1946 wurde Damaskus schließlich Hauptstadt des mittlerweile unabhängigen Syriens.