Syrien - Sehenswürdigkeiten und Geschichte
Syrien ist ein Staat in Vorderasien und wird wegen seiner Lage auch zum Maschrek gezählt. Der Maschrek bezeichnet eine Reihe von arabischsprachigen Staaten im Gebiet des Nahen Ostens. Im Süden Syrien grenzen Jordanien und Israel an den Präsidialstaat an. An der nördlichen Grenze befindet sich die Türkei und im Osten der Irak. Im Westen des Landes befindet sich neben dem Libanon ein knapp 200 Kilometer langer Küstenstreifen des Mittelmeers. In Syrien leben über 20 Millionen Menschen auf einer Fläche von circa 185.000 qkm. Diese Fläche entspricht ungefähr einer Hälfte von der Bundesrepublik Deutschland. Die Hauptstadt ist Damaskus.
Syrien ist, trotz der knapp 200 Kilometer langen Mittelmeerküste, hauptsächlich für den Kultur- und Sprachtourismus geeignet. Gerade in den Großstädten von Syrien befinden sich viele Moscheen, welche sehr Sehenswert sind. Doch der Eintritt für fremde ist hier nicht in jeder Moschee erwünscht. Auch die antike Oasenstadt Palmyra ist eine sehr bekannte und viel besuchte Touristenattraktion. Sie befindet sich in der Wüste zwischen der Stadt Damaskus und dem Fluss Euphrat. Die Stadt Aleppo ist die größte und auch eine der ältesten Städte in Syrien. Hier lohnt es sich die historische Altstadt und auch die vielen Moscheen zu besichtigen. Außerdem befindet sich hier ein mittelalterliches Stadtschloss, welches auf einem künstlich erzeugten Hügel errichtet wurde. Sehenswert sind auch die Wasserräder - Norias genannt - der Stadt Hama in Mittelsyrien sowie die Kreuzritterburg Krak des Chevaliers im Alawitengebirges.
Wasserräder von Hama | © pascal bierret - Fotolia.com
Klima und Bevölkerung
Das Klima in Syrien ist sehr heiß und trocken. Jedoch sind hier auch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt keine Seltenheit. Im Osten des Landes herrscht ein Wüstenklima mit sehr wenig Niederschlag. Im Westen, zum Mittelmeer hin, trifft man auf das typische Mittelmeerklima mit einem jährlichen Niederschlag von durchschnittlich 500 Millimetern. In den Gebirgen im Landesinneren können jedoch wesentlich kältere Temperaturen herrschen und auch der Niederschlag fällt hier wesentlich höher aus.
Trotz der Vielzahl an Religionen im Land, gelingt das Zusammenleben in Syrien zum größten Teil friedlich.
Die Bevölkerung in Syrien besteht zu 75% aus sunnitischen Muslimen. 15% der Bevölkerung gehören zu den Christen, wobei in diesem Land viele unterschiedliche Konfessionen anzutreffen sind. Außerdem befinden sich auch Imamiten, schiitische Ismaeliten und Alawiten unter der Bevölkerung von Syrien. Die Alawiten machen circa 6% der Bevölkerung aus. Der Hauptteil der Politiker des Landes zählt jedoch zu den Alawiten. Auch aus diesem Grund ist die Politik mit seinen Vertretern sehr heftig umstritten. Trotz der Vielzahl an Religionen im Land, gelingt das Zusammenleben in Syrien zum größten Teil friedlich. Dies gelingt nicht zuletzt, da die Vorbeter des Islam ein friedliches Zusammenleben mit den anderen Religionen predigen.
Palmyra | © remonaldo - Fotolia.com
Geschichte Syriens
Syrien zählte zur Jahrhundertwende des 19. Jahrhunderts zum Osmanischen Reich. Dieses Reich war eine Dynastie, die bis 1923 von Osmanen geführt wurde. Bis zu diesem Jahr verkleinerte sich das Reich und es bildete sich daraus die heutige Türkei. Syrien wurde vor und während des zweiten Weltkriegs von britischen Besatzungsmächten geführt. Erst am 17. April 1946 wurde die Syrische Arabische Republik ausgerufen. Dieses Datum ist seitdem der syrische Nationalfeiertag. In den ersten Jahren, nach der Ausrufung der Republik, war das Land im inneren sehr instabil und wurde von vielen Regierungskrisen heimgesucht. Während dieser Zeit war Syrien in vielerlei Kriege verwickelt, welche das Land zeichneten. Im Jahr 1967 brach der sogenannte Sechstagekrieg zwischen Israel und Syrien mit seinen Verbündeten aus. Während des kurzen Krieges besetzte Israel verschiedene syrische Landstriche. Ünter anderem die Golan Höhen, welche bis dahin zu Syrien gehörten. Es besteht bisher nur ein Waffenstillstand zwischen Syrien und Israel. Die Ünterzeichnung eines Friedensvertrags wird von Syrien an die Rückgabe der Golanhöhen geknüpft.
Im Jahre 1970 ging ein Sieger aus den jahrelang währenden Machtkämpfen im Land hervor. Der bis dahin als Verteidigungsminister tätige Hafiz al-Assad nutzte das Militär Syriens um einen Staatsstreich auszuüben, welcher ihm auch gelang. Im Jahr 1971 lies sich al-Assad, ohne einen Gegenkandidaten, mit knapp 100% zum Staatspräsidenten wählen. 1973 verabschiedete er die erste syrische Verfassung, welche die Rolle des Präsidenten weiter aufwertete. Am 10. Juni 2000 starb der Staatspräsident Syriens. Genau einen Monat später wurde sein zweitjüngster Sohn Baschar al-Assad in das Amt des Präsidenten gewählt. Als erste Amtshandlung lies eher über 600 politische Gefangene aus dem Regime seines Vaters frei. Die Führung unter Baschar al-Azzad wirkt liberaler, jedoch kam es auch hier im Jahr 2004 zu Verhaftungen von Oppositionellen.